Phantastische Wohngegenden in Oldenburg…

und wie ich mich langsam mit der Polizei anfreunde 🙁

Wenn ich mich so an die letzten Jahre erinnere, fallen mir immer wieder nur sehr wenige Situationen ein, bei denen ich tatsächlich so genervt war, dass es notwendig gewesen wäre die Polizei zu rufen (am Ende nur zwei – ein Diebstahl und ein rotzdämlich parkender Idiot beim Umzug). Innerhalb der letzten 3 Monate war die letzte Nacht nun aber schon der dritte Fall. Erst ging es ja noch los nächtlichen Randalen und beiläufigemVandalismus – tolle Sache, wenn man davon ausgeht, dass Ofenerdiek eine sehr ruhige Wohngegend ist. Vor zwei Wochen dann ein lustiges „Biertrink- und Singevent“ einiger Jugendlicher, die einige Probleme diskutieren mussten. Darunter waren dann so tolle Dinge wie:

  • Warum bekomme ich einen Hass wenn der Typ mich so anschaut?
  • Warum bekomme ich einen Hass wenn meine Freundin den Typ so anschaut?
  • Warum bekomme ich einen Hass wenn mein Freund mich anschaut, wie der Typ auf den ich sowieso schon einen Hass hab?
  • Warum würde ich meine Schwester nicht schlagen, wenn sie mich so anschaut wie meine Freundin, der ich grad erklärt hab, dass ich einen Hass auf sie hab, weil sei den Typ so anschaut?
  • Wie breit kann man noch werden, wenn man raucht und Mixery trinkt?
  • Kommt das nächste DSDS Casting nun nach Oldenburg, so dass sich das doofe Gesinge der Weiber da drüben auch lohnt?
  • Warum bekomme ich einen Hass wenn die da zu fünft die Charts rauf und runter singen und schrecklich klingen dabei?

Alles echte Fragen die die Menschheit bewegen (gut, die letzte Frage hätte ich beantworten können – die waren so grottig, dass sie hoffentlich als nächste Negativbeispiele ins Fernsehen kommen) und am besten nachts gegen 12 vorm Reifeisen Markt mit genügend Gleichaltrigen lautstark diskutiert werden sollten. Das Problem hierbei war nur, dass ich zeitweise nicht mehr unterscheiden konnte, ob sie jetzt mit im Schlafzimmer sitzen oder doch nicht und dass das Wohn- und Altenpflegehaus scheinbar Toilettenfarben angemalt ist – zumindest wurde es dazu genutzt. Gut, anders ging es nicht, denn im Gebüsch haben die anderen Multiplayeraktionen durchgeführt.

Aber viele Worte wenig Sinn – es führte zu einem entnervetem Anruf bei der Polizeidienststelle in unserer Nähe und hatte den Höhepunkt mit dem Satz „Eyh die Bullen! Mist, die wollen zu uns!“. Das Ende kam recht schnell, nachdem einer der Spinner ins Dienstauto verfrachtet wurde und der Rest dann 1 Uhr 30 endlcih nach Hause geschickt wurde.

Das hat aktuell dazu geführt, dass die Jugendlichen nun nicht noch mal da waren, aber der Platz dadurch frei geworden ist und was kann man denn besseres machen als mit seinem DienstLKW dort zu parken? Nix scheinbar… So kam es dass gestern mal wieder dieser Parkplatz genutzt wurde – von einem LKW Fahrer mit einem Kühltransporter. Das coole an den Dingern ist ja, dass die aller Minuten ihre Kühlung anstellen, was unerfreulicherweise klingt wie ein ausrangierter Bus mit Motorproblemen – wenn das Fenster geschlossen ist! Irgendwann kurz nach Mitternacht hat dann auch da bei mir die LebensfreudeVerschnaufpause gemacht und ich hab sie wieder gerufen – die Freunde in blau. Leider konnten die auch nicht viel mehr machen, als alle Nummern aufschreiben und mitteilen, dass sie beim Wiederholungsfall erst einschreiten können.

Die Frage ist jetzt allerdings, ob ich wirklich scharf darauf bin, dass ein Wiederholungsfall eintritt, denn schlafen konnte man nicht 🙁

Aber um endlich zum Fazit zu kommen – sobald die neue Wohnung unserer Wahl gebaut wurde, frei wird oder gefunden ist, ziehen wir um. Diese ruhige Lage zehrt an den Nerven!

Über Theo

Das bin ich... Micha oder auch Theo. Seit Anfang 2008 liegt mein Lebensmittelpunkt nun in Oldenburg...
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6 Antworten zu Phantastische Wohngegenden in Oldenburg…

  1. weejay sagt:

    Hmm….andererseits ist das Leben am Raiffeisenmarkt sehr abwechslungsreich geworden in letzter Zeit…;-)! Nur dumm, dass es tagsüber echt ruhiger ist als nachts! Aber keine Panik, vielleicht bekommen wir ja einen Sponsorenvertrag von Ohropax, wenn wir denen unsere prekäre Lage schildern….

  2. st sagt:

    Mein Beileid.
    Ich verstehe auch nicht, warum die Jugend von heute ihre Freizeit am liebsten auf verlassenen Parkplätzen verbringt. Haben die kein Zuhause?

  3. Theo sagt:

    Ne scheinbar nicht… aber fetzige Ideen! Zum Beispiel letzte Nacht – was soltle man unbedingt mal tun? Auto auf den Fußweg an einer Kruezung stellen und zwei Stunden Hascher drumherum spielen, während einer der Insassen Bilder davon macht. Manchmal gehen in meinem Kopf dann so Gedanken wie „Wo bekomme ich jetzt das Luftgewehr her, ohne dass die davon was merken“ rum, aber zum Glück siegt bis jetzt der Menschenverstand 😉

  4. doro sagt:

    ich weiß, das thema ist ernst und eigentlich sollte ich in demut beileidssprüche verkünden, aber theo das war einer der genialsten artikel die du bisher geschrieben hast… habe mich köstlich amüsiert… besonders die auflistung der fragen fand ich beeindruckend… zumal man schon beim lesen fast nen knoten ins hirn bekommen hat…

    du willst nicht rein zufällig erklären, was genau multiplayeraktionen sind???

    mir scheint ihr wohnt nicht wirklich in einer ruhigen gegend…

  5. Kronenmann sagt:

    Also wenn ich mich so an den Spaziergang durchs Village erinnere, die schönen Häusel dazu und nun die Honk´s vor der Tür, es passt irgendwie nicht. Aber vielleicht wohnt ihr einfach zu nah an der Kreuzung, welche doch immer wieder den Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in Ol darstellt. Mal kann man lachen und manchmal einfach Darwin anflehen.

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