Meine erste Dienstreise in OL…

Ja, gestern war es dann also soweit… nach genau 5 Arbeitstagen gab es die erste Dienstreise. Das Ziel lag überraschenderweise noch in Deutschland (hier wird wohl vornehmlich ins Ausland gereist) und dann auch noch 240km weg von Dresden. Nein, nicht in der Gegend um Berlin, sondern in Ilmenau – ach ja, nix Privat-KfZ, nein man reist hier mit Dienstwagen (es sei denn es gibt nene Flughafen in der Nähe oder man will lieber den Zug nehmen). Fragt man sich natürlich warum das in DD noch nicht funktioniert, aber egal.

Das wesentliche dabei ist eigentlich… ich war innerhalb von einem viertel Jahr schon wieder wegen einer Uni beeindruckt. Bis Ende letzten Jahres habe ich ja immer noch gedacht, dass ich in einer sehr gut und modern ausgestatteten Gruppe arbeite, aber nach gestern weiß ich, dass das da eher einem Leben in der Steinzeit glich, mit ein paar Exkursen in die Neuzeit. Also ich will damit nicht sagen, dass alles schlecht war, denn wir hatten da schon einige tolle Geräte (der NP2.1 ist besser als der in Ilmenau 😉 ), aber wenn man einen Park mit dem modernstens Equipment sieht, den man für Geld kaufen kann und dann betrachtet, dass die Uni in Ilmenau kleiner als in DD ist, dann kommen einem schon die Tränen. Auf der anderen Seite liegt es wohl gerade daran, dass die kleiner sind… der bürokratische Wasserkopf ist somit nicht ganz so mächtig und effizienteres Arbeiten funktioniert besser. Egal, darüber nachzudenken lohnt nicht wirklich, weil es ja nun vorbei ist, aber als ich dann gestern Abend im Bett lag gingen mir die Worte einer lieben Laborantin im alten Institut durch den Kopf – „Ich hab gehört du willst uns verlassen? Das ist das einzig richtige was du machen kannst, hier geht doch sowieso alles den Bach runter.“ Damals hab ich gelacht darüber, aber gestern Nacht hat mich das richtig beschäftigt, denn wie will man in der Wissenschaft konkurrenzfähig bleiben ohne moderne Geräte und Ausstattung?!

Wer weiß, vielleicht seh ich das auch etwas übertrieben im Moment, aber es macht stutzig…

Über Theo

Das bin ich... Micha oder auch Theo. Seit Anfang 2008 liegt mein Lebensmittelpunkt nun in Oldenburg...
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3 Antworten zu Meine erste Dienstreise in OL…

  1. doro sagt:

    nein du übertreibst ganz und gar nicht, sondern hast es endlich erfasst… was meinst du denn, warum das MPI in der oberen liga spielt? weil da nur the best of arbeitet? sicher arbeiten da sehr gute leute aber sorry wenn ich so an die alte bns mit dir und jörg und sebastian denke, da konnten wir locker mit dem mpi mithalten was kompetenz betrifft… neee die sind perfekt organisiert und haben die beste ausstattung… das und nur das ist der punkt!… alles geht hier schneller ein vertrag dauert kein halbes jahr bis er durch ist, gele (protein) werden gekauft und nicht selbst gegossen – das erscheint dekadent aber unterm strich bekommt man so bestmögliche reproduzierbare ergebnisse… und damit sind sie eben schneller als die armen wichte die für jeden versuchsaufbau improvisieren müssen und das ganze auf grund dessen nicht so recht klappt…

  2. Arne sagt:

    Ich denke auch, Ausstattung und Organisation machen schon einiges aus. Der Wissenschaftler, der jeden Ölwechsel an viel zu alten Pumpen selbst machen muss hat einfach nicht so viel Zeit für coole Experimente.

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