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Archive für Freitag, 13. April 2007

Die gute alte Hamstergeschichte…

endlich im Blog, damit jeder sie lesen kann! (Vielleicht bringen wir in nächster Zukunft auch eine CD raus… “Die Hamstergeschichte” - gelesen von Stefan Thiel)

Es trug sich also einst zu, in einer Zeit, welche in die späten Jahre des 2. Milleniums einzuordnen ist - es muss so um 1993 gewesen sein, dass es einen “Tag des Haustiers” am Gymnasium Dresden Cotta gab. An diesem Tag brachten kleine Kinder mit Freude kleine Tiere mit - unter Anderem auch einen Hamster. Dieser Hamster war in Wirklichkeit ein verkappter Freiheitskämpfer, der schon seit Monaten an seinem Ausbruchplan gearbeitet hatte und sah nun seine Chance gekommen. Bei einer hinterhältigen Streichelattacke einer Siebtklässlerin sprang der Hamster von der Hand, rannte mit blitzschnellen Schritten unter das Podest, auf dem sich gern die Lehrer zu tummeln pflegten, und harrte da der Dinge die da kamen.

Der Hamster war längere Hungerszeiten anscheinend gewöhnt und so kam es, dass Wochen vergingen in denen das kleine Biest da unten saß und wartete. Eines Tages (eines sehr tragischen Tages, wie wir gleich erfahren werden) griff ein Physiklehrer, der sich durch die Kämpferlieder des Hamsters langsam gestört fühlte, diesen in seinem Versteck an - er schob einen Finger durch die Öffnung des Podestes, unter dass der Hamster geflüchtet war.

Ob es nun aus Hunger oder aus purer Agression war - wir werden es nie erfahren - biss der Hamster allerdings in diesen Finger, worauf hin der von plötzlichem Schmerz gepeinigte Lehrer diesen mit den Worten “Dieses verdammte Mistviech” ruckartig aus der Öffnung zog - tragischerweise mit dem Hamster an dem Finger, der sich darin verbissen hatte. Jeder von euch, der schon mal was von den Gesetzen der Fliehkraft gehört hat, weiß was nun passierte - der Hamster hielt sich verzweifelt an dem Finger fest, wurde aber bei einer Kraft Fmax davon geschleudert, weil sich der Hunger bemerkbar machte. So also flog der Hamster in einer klassischen Parabel durch das Klassenzimmer auf das offene Fenster zu und war endlich frei und glücklich… zumindest solange bis er realisierte, dass das Zimmer im 3. Stock war und unser Schulhof nicht durch eine üppige Graslandschaft glänzte.

Was soll ich weiter berichten… die Kinder müssen wohl bleich dagesessen haben… der Lehrer wie versteinert und in Gedanken die Anwaltskosten durchrechnend und der Hamster… nun er fiel einfach immer weiter und es ward nie wieder etwas von ihm gesehen.

Obwohl die Legende geht, dass er immer noch fliegt und doch frei ist, habe ich den Verdacht, dass dieser Sturz zuviel war und von daher lebt der tapfere kleine und freiheitsliebende Hamster immer weiter… durch diese Hamstergeschichte!

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