Vom Schmieden des einen Ringes…

oder eben der zwei Trauringe von Weejay (also die heißt ja anders, aber ich wurde grad darauf angesprochen, dass hier keine Klarnamen verwendet werden sollten – warum auch immer, aber ich will ja kein Despot sein 😉 ) und mir. (Anmerkung von Doro die mich mit einem Plasmid traktiert – „Du bist aber ein Despot!“)

Also es war einst im fernen Inselreich von Langeoog, als Weejay und ich eines Sonntags morgen zu einem magischen Ringschmiedeseminar geladen waren. Naja… um es kurz zu fassen – wir kamen, sahen und schmiedeten!

Vielleicht nicht ganz so kurz? Gern! Zu Beginn gab es also die obligatorische Frage was wir den für Ringe wollen würden – ganz einfach – Weißgold mit einem Streifen Gelbgold der etwas unsymetrisch geschwungen ist. Der Schmiedin stand in den Augen geschrieben, dass das eine dämliche Idee war, also stellten wir unseren Alternativplan vor – noch viel einfacher – zwei Drittel Weißgold und ein Drittel Gelbgold mit einem kleinen Dreieck (mit der Spitze auf das Weißgold gerichtet) aus Weißgold drin. Der Blick der Schmiedin ließ uns fast jubeln, denn ich denke in dem Moment dachte sie daran uns Variante eins machen zu lassen 😉 . Naja, war wohl alles zu viel für uns Nichtschmiede, also wurde das alles leicht abgewandelt in Variante eins mit geraden Streifen und etwas abgerundet an den Kanten.

Gut, Schritt 1 war erledigt, also ging es ans Arbeiten. Es gab ein bissl Gold, welches dann gezogen und geformt werden musste, nur um es dann zu sägen und zu schlagen und wieder zu sägen und zu löten. Man stelle sich das vor – wir hatten plötzlich ein kleines dünnes Etwas, was von einem Ring soweit entfernt war, wie die Vorstellung dass die Amis den Krieg im Irak gewinnen von der Realität. Naja… also ab ging es. Den Dorn in die Hand genommen und mit lauter Schmackes auf den Ring eingeschlagen und gestaunt, dass die Dinger tatsächlich am Ende rund waren. Tja, da es drei Streifen sein sollten, mussten auch je drei Ringe geschmiedet werden, welche dann noch plan geschliffen wurden, gestaucht und geweitet,bis sie am Ende alle die identische Größe hatten. Dann folgte der tolle „löten wir die Dinger zusammen“ Schritt, der uns Semiprofessionellen abgenommen wurde, aber an dessem Ende ein Ringäquivalent stand.

Dann begann also der lustige Teil. Her mit der Raspel und los ging es… *ratsch* – 2 Euro – *ratsch* – 4 Euro – *ratsch* – 6 Euro und so weiter. Das ganze gute Material ging weg wie nix, aber was solls. Immerhin wollte ich nicht mein Leben lang hören, dass der Ring blöd ist und ich Weejay nicht genug lieben würde. Als die Kanten gebrochen waren und das Ding nun schon abgerundet was ging es weiter mit Schleifpapieren unterschiedlicher Körnung, Vorpolierbürsten und Polierbürsten und dann…

Dann stellten wir fest, dass in Weejays Ring ein kleiner Lunker (Lufteinschluss) war und wir demzufolge die Ringe nicht mit nach Hause nehmen konnten, weil das erst durch die Schmiedemeisterin begutachtet werden musste. Das Ende vom Lied war dann folgendes – die Ringe werden eingeschickt, geschweißt, poliert, mattiert, graviert und in wenigen Wochen dürfen wir diese dann auch ins unseren Händen halten. Und wenn das soweit ist, dann haben wir bestimmt auch endlich Bilder von der Aktion (meine Kamera lag in Dresden auf dem Schreibtisch, aber zum Glück war ein Päärchen dabei, welches noch eine DigiCam über hatte) und die Ringe zum Begutachten.

Von daher ist die Geschichte schon vorbei und ich erwähne nur am Rande dass ich ein paar lustige Verse gemurmelt habe… Ash nazg durbatulúk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulúk agh burzum-ishi krimpatul… mal sehen ob es funktioniert 😉

Über Theo

Das bin ich... Micha oder auch Theo. Seit Anfang 2008 liegt mein Lebensmittelpunkt nun in Oldenburg...
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16 Antworten zu Vom Schmieden des einen Ringes…

  1. Tweety sagt:

    hui das nenn ich doch mal kurzen blog. das war ne interessante erklärung. gebt mir nen stück gold und ich kann da auch 😀

  2. Jutta sagt:

    Du hast also den Ring geschmiedet und dabei komische Worte gemurmelt – sehr merkwürdig… Und in dem Zusammenhang, das mit dem ewig Binden würde ich ja akzeptieren, aber ob Wiebke wirklich geknechtet werden will… 😀

  3. Theo sagt:

    Ähm… aber ich knechte doch imemr nur ganz lieb 😉

  4. ThF sagt:

    …und diese Geschichte bestärkt mich doch in meiner Meinung, gewisse Arbeiten kleinen chinesischen od. indischen Kinderhänden zu überlassen.
    Murmelst Du bei der Frage, ob du wirklich willst, dann auch so ein verständliches Sprüchlein?

  5. Theo sagt:

    😀 nein, da werde ich unter Umständen die deutsche Form der Kommunikation wählen 😉

  6. Jutta sagt:

    oder du probierst es mit: „TaH pagh taHbe’. DaH mu’tl Heghvam vlqelnlS.” – ich glaube diese Sprache liegt dir auch :-D…
    und wie jetzt, du knechtest immer ganz lieb?

  7. Theo sagt:

    Die Sprache kann ich nicht wirklich… und ist außerdem viel zu abgeSPACEt

  8. Jutta sagt:

    wie du kannst in tolkinisch sprechen und dem klingonisch hast du abgeschworen… dachte echt, du bist ein sprachgenie 😀

  9. Theo sagt:

    Genau so ist es… aber trotzdem mag ich klingonisch nicht… obwohl ich das alte klingonische Sprichwort mit der Rache gut mag – am Ende ist das auch nur ein altes Japanisches 😉

  10. doro sagt:

    oh ich nehme das mit dem despoten im uebrigen zurueck… du bist vielleicht bockig und grummelig aber ansonsten… neeee… als despoten muesst ich dich ja ernst nehmen… oder so aehnlich

  11. Theo sagt:

    Nur weil ich schnell eine Fahrkarte reserviere, bin ich noch kein nicht ernst zu nehmender Despot… wenn du Weejay mal meckerig gesehen hast wirst du wissen warum ich das gemacht habe 😉

  12. doro sagt:

    ach hoer doch auf!… wiebke ist doch so ruhig und lieb… DU bist einfach kein despot… vielleicht ein devoter despot? 😀

  13. weejay sagt:

    *grinst* ein devoter despot, so einen wollte ich schon immer…..
    Nur, dass der theo was gemuirmelt hat während des schmiedens habe ich persönlich nicht mitbekommen..und ich habe ohren wie ein luchs! da war wohl eher der wunsch der vater des gedanken….

  14. weejay sagt:

    …und:nein!wenn jemand knechtet, dann nur ich! geknechtet werden will ich nicht, auch nicht auf liebe art und weise…

  15. Theo sagt:

    Eyh… pass mal auf da… ich will auch nicht geknechtet werden, denn das wäre ja blöd. Also knechte lieber ich… oder wir beide spätere Kinder 🙂

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