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Archive für Januar 2007
Was von der Reise nach Oldenburg übrig blieb…
Sonntag, 21. Januar 2007 von Theo.
Kyrril! Es steht ja immer noch die Frage, wer sich diese tollen Namen für diese Stürme ausdenkt, aber wenn ich jemals in meinem Leben diesen Namen gut gefunden hätte ist er nun endgültig weg als Variante für zukünftige Kinder. Warum? Kyrill ist böse!
Dass so ein Sturm, wenn er über unser leidgeplagtes Land hinweg zieht, auch ein paar Schäden hinterlässt ist natürlich klar. Dass dabei die eine oder andere Verbindung im Streckennetz unsere hochtechnisierten und zukunftsorientierten Deutschen Bahn blockiert wird auch. Dass es Opfer gibt in dem ganzen tragischen Schauspiel, was sicherlich den ein oder anderen im Universum erheitert hat (wo sieht man sosnt Massen von Menschen panisch vor einem lauen Lüftchen kapitulieren) ebenfalls. Was allerdings tragisch ist - warum fallen diese Umstände zusammen mit völliger Orientierungslosigkeit der Leute die dafür da sind uns durch das Chaos zu leiten?
Nun ja, bis Freitag früh war ich noch einer der wenigen naiven Menschen, die tatsächlich daran glaubten dass man Informationen von diversen Service Mitarbeitern vertrauendürfte, also entschied ich mich meinen Trip mit der DB durchzuführen (das Auto war vollgetankt, aber man muss sich ja nicht unnötigem Stress aussetzen). Also frohen Mutes, den Drachen auf dem Rücken, ab zum Hauptbahnhof in Dresden und erst mal 20min am Service Point verbracht, um mir meine Informationen bestötigen zu lassen - Nein, auf dieser Strecke läuft alles planmäßig, Sie können fahren. Die gleiche Information vom Zugführer des ICE nach Leipzig, auch wenn wir 30min zu spät waren, da sich ein andere Zug noch auf unserem Gleis breit gemacht hat - aber das war ja zu erwarten und ich darauf vorbereitet mit mehreren Büchern und Papern. In Leipzig dann auf zum Bahnsteig, wobei sich auf dem zugehörigen Gleis auch ein völlig fremder Zug rumtrieb, aber was solls. Drachen abgestellt, Tasche daneben und lesen. 15:47 Uhr, 5 Minuten nach der planmäßigen Abfahrt meines IC nach Oldenburg dann doch die Nachricht, dass aufgrund eines technischen Problems dieser Zug komplett ausfällt. In dem Moment kam zwar die Frage auf, warum denen das erst 5 Minuten zu spät einfällt, aber immerhin hat es jemand bemerkt. Also machte ich mich leicht panisch auf den Weg zum Info Point in Leipzig, was natürlich eine so gute Idee war, dass da schon 50 bis 70m Menschen vor mir warteten. In Minuten ausgedrückt ist das sowas wie lange. Endlich stand ich dann auch bei einem sehr kompetent wirkenden Menschen in blau und rot der mir freundlich mitteilte, dass Magdeburg (dort muss ich dummerweise durch) völlig gesperrt sei und ihm nicht bekannt ist ob da überhaupt am Wochenende noch was möglich ist (hätte er mal jemanden gefragt), aber ich könnte ja durchaus nach Fulda fahren und von dort über Dortmund nach Oldenburg. Also habe ich tatsächlich eine Sekunde Zeit zum überlegen gehabt, was ein anderer Mitarbeiter nutzte um panisch zu rufen - Sind Sie wahnsinnig? Dann sitzen sie die Nacht in Fulda und was dann? - Fragend Blicke von mir und dem Service Mitarbeiter vor mir. Was tun? Ja, nach etlichen Ausweichvarianten (die alle laut seinen Informationen gesperrt waren) bleib mir nur noch übrig einen Zug zurück nach Dresden zu suchen und Wiebke die nicht sehr erfreuliche Nachricht meines Fernbleibens mitzuteilen. Wie das ausgegangen ist, kann man sich hier denken…
Gut, drei Stunden später war ich dann tatsächlich wieder in Dresden angekommen und machte mich auf den Weg ins Reisezentrum, da ich dort meine Fahrkarte umbuchen oder zurück geben sollte. Weitere 30min späer war es mir dann sogar vergönnt mit einer der genervten Damen (sie wollten wohl doch schon nach Hause) zu sprechen. Aber nix von wegen Umtauschen - Online Tickets nur im Netz oder per Hotline und es geht in solchen Fällen natürlich auch kein Weg dran vorbei, weil das nämlich mit Arbeit verbunden ist. Was solls, schnell zum Auto und nach Hause gedüst, Computer angeworfen, Bahn Homepage geöffnet, Konto gesucht und auf stornieren geklickt: Leider ist diese Option nur bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag der Fahrkarte möglich.
Keine Hinweise auf die Hotline, aber da wir uns alle mit Google auskennen war die Nummer trotzdem schnell gefunden. Ich also fit wie ich bin die Nummer gewählt und in Kauf genommen, dass diese nicht kostenfrei ist und nach einem kurzen Freizeichen das: Aufgrund von Sturmschäden steht das Servicezentrum zur Zeit nicht zur Verfügung, bitte wenden Sie sich per Internet (www.diebahn.de) oder per Mail an uns. HA! Also das mit dem Internet hatte ich schon, also dann doch die Mailalternative genutzt und nun doch versucht relativ freundlich zu bleiben. Wenige Minuten die automatisch generierte Antwortmail mit einem sehr tollen Satz - Bitte haben Sie etwas Geduld, wir bemühen uns Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten. Das heißt dann wahrscheinlich so viel wie nächstes Jahr. Zum Glück habe ich etwas Wein gefunden der mich davon abgehalten hat wütend wie ich war noch mal zum Reisezentrum zu fahren.
Und was soll ich sagen… einen Morgen später, nachdem mich der Lars geweckt hat um mir zu erklären, dass am Abend alle bei mir einfallen und Essen erwarten, habe ich die Service Hotline erneut versucht und nun muss ich nur noch ein paar Faxe schicken und etwas beten und bekomme dann eventuell mein Geld wieder.
Alles in Allem ein tolles Erlebnis mit der Erkenntnis nie wieder Bahn fahren zu wollen. Dabei fällt mir ein, ich sollte jetzt vielleicht noch das Ticket für nächsten Freitag ausdrucken…
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Die Antwort auf alle Anfragen…
Freitag, 12. Januar 2007 von Theo.
Da hier täglich mehrere tausend Anfragen rein kommen, wann es denn endlich wieder ein Blog Thema von der DoRu geben wird, sehe ich mich also nun doch genötigt dazu Stellung zu nehmen.
Es wird mit Sicherheit eine neues Thema geben, wenn wieder eine DoRu stattgefunden hat, in der es berichtenswerte Dinge gegeben hat. Bis dahin werde ich leider auf andere Sachen hinweisen müssen, denn ihr könntet:
- die Wohnung aufräumen,
- euch weiterbilden (für Sebi fällt das weg, ich weiß dass er nicht liest),
- Fernsehen schauen,
- Musik hören,
- Arbeiten,
- Getränke und NAhrungsmittel kaufen oder
- Spenden für mich sammeln.
Wenn das an Möglichkeiten nicht reicht bin ich leider auch überfragt, doch vielleicht falen euch noch ein paar Sachen ein, die ihr dann ja als nette Kommentare hier her schreiben könntet.
PS: Nein, ich werde jetzt auf keinen Fall irgendwelche Gedichte oder Lieder zum Besten geben und auch nicht die Gedanken niederschreiben, die mir Zwecks der Hochzeit durch den Kopf gehen.
PPS: Es könnte tatsächlich sein, dass die Anreden jetzt wieder groß geschrieben werden, aber nicht genaues ist mit dazu bekannt!
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Also dann ein frohes neues Jahr!
Dienstag, 2. Januar 2007 von Theo.
Da es ja wohl zum guten Ton in einem Blog gehört allen ein gesundes neues Jahr zu wünschen, werde auch ich das tun - also fühlt euch verwünscht!
Aber nun zu eigentlichen Punkt - einer Zusammenfassung meiner Sylvestereindrücke 2006/2007 (nach bestem Wissen und Gewissen
) Nicht dass jetzt hier die ängstliche Frage aufkommt, ob ich alles bis aufs kleinste Detail erzähle (ich bin mir sicher, dass das Keinen interessiert) - nein, es geht um die Highlights.
Sylvester also - die Zusammensetzung war denkbar günstig: ein paar Dresdner der DoRu, ein paar Nordlichter, eine Australierin, der schwedische Lustelch, Becks, Radeberger, Caipirinha, Eiswürfel, Sekt und diverse Speisen. Soweit sogut - es sieht nach einem ganz gewöhnlichem Sylvester aus… aber es sollte alles anders kommen. Nein, natürlich gab es keine 20 Schnapsleichen, obwohl der bis dahin weltbeste Caipi serviert wurde (hier der Dank an Wiebke und Sandra) und das Bier angenehm trinkkalt war (hier Dank an Sebi) - immerhin gab es gut zu essen. Nein, es ging los mit diversen Liebeserklärungen von zwei Zwergen und dem Vorwurf ich könne nicht flirten. DAS WAR UNERHÖRT - Dank der liebevollen Hilfe von Tylke konnte ich diesen Mangel aber schnell beseitigen und bestätige hiermit offiziell den Flirtlehrgang erfolgreich abgeschlossen zu haben. Naknak naknaknak nak naaaaknaknak naaaaaaak! (Der schwedische Lustelch sah das genauso und riss sich sichtlich angeheizt die Kleider vom Leib, um sich auf mich zu stürzen - allerdings sehr zum Missfallen von Sebi, der darauf hin ein sehr tiefgehendes Gespräch mit diesem führte. Ob er ihn auch ordentlich wieder angezogen hat ist mir entgangen, da zu dem Zeitpunkt eine akute Getränkeknappheit herrschte, was mich zu einer Suchaktion veranlasst hatte.)
Später am Abend war dann das obligatorische Sekttrinken angesagt - natürlich in Anwesenheit von leicht alkoholseligen Menschen, die sich in den Armen lagen um irgendwelche sentimentalen Wünsche loszuwerden oder sich liebevoll um unsere ausländischen Gäste zu kümmern (Danke Lars
!). Nachdem dann endlich mehrere tausende Euro Sekt vertan waren ging es auch wieder heimwärts und was sich da bot, war einzigartig - für dieses Jahr. Es gab pyrotechnische Spezialexperimente, praktisches Tests wieviel Ersatzflüssigkeit wohl in Plastetüten aufgehalten werden kann und heldenhafte Einsätze um schwerstverletzte nach Hause zu bringen. Alles in allem ein gelungenes Fest!
Und das Beste war - we’ve found no hook!
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